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Lebenswelten

Die „popKulturellen“*
Die „popKulturellen“ sind  die geburtenstarken Jahrgänge 1950-1964 aus Deutschland, verschiedenen EU Ländern, der Schweiz, Norwegen, Nordamerika, Australien, Japan und Südkorea.
Die Gesamtanzahl dieser Generation beträgt ca. 22 Mio. in Deutschland, in der EU ca. 90 Millionen, USA 75 Millionen, Kanada 6 Millionen, weltweit ca. 450 Millionen.
Die Gemeinsamkeiten: Sozialisation in den ‘60er und ‘70er Jahren, mit der Musik der Beatles, Rolling Stones bis Velvet Underground aufgewachsen. Sozusagen eine „Weltjugend-Bewegung“, die erste Rock/ Pop/ TV Generation der Geschichte.
Der aktivere Teil nahm regen Anteil an gesellschaftlichen und politischen Themen, war interessiert an aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Kunst, Musik und Literatur.
Wir definieren diese Gruppe als ArtGeneration.


*Popkultur ist ihrem Wesen nach mit Ideen wie Internationalität, Offenheit und Toleranz, Grenzenlosigkeit, sexueller Befreiung, Selbstbestimmung von Frauen, Spaß und Verteidigung demokratischer Werte im Allgemeinen verknüpft. Eindeutig gegen AfD, Trump und Brexit bzw. Populisten positioniert.

Begriffe und Namen aus dem Popkultur-Zeitabschnitt der 60iger/70iger Jahre:

Film

Dr. Strangelove... -  8 1/2 - Alice´s  Restaurant - 2001: A Space Odyssey - Midnight Cowboy -Bonnie and Clyde - La Dolce Vita - The Good, the Bad and the Ugly -The Graduate –Chelsea Girls- Breathless - The Yojimbo - Wild Bunch - Easy Rider –Zorba the Greek Last Years at Marienbad - West Side Story - A Hard Day's Night - Alphaville -Peeping Tom - The Umbrellas of Cherbourg - Planet of the Apes – The Trip. Yellow Submarine - Cat Ballou- In the Heat of the Night - Blow-Up -The Birds - Rosemary's Baby -  Rocco and His Brothers - Breakfast at Tiffany's - Point Blank - Oliver! -Bullitt - Funny Girl - Jules and Jim - Alfie - Modesty Blaise – Barbarella - The Little Shop of Horrors - Motorpsycho -The Great Escape - From Russia With Love – How I Won the War- Who's Afraid of Virginia Woolf? - Z - The Pink Panther - Yellow Submarine  u.v.a.

Begriffe / Namen

Tribute to Audrey Hepburn           by artplusdesign
Portrait Che by artplusdesign

Andy Warhol, Che Guevera, Star Club, Carnaby Street, Beatclub, Swinging London, Afri-Cola, Paisley, Haight-Ashbury, Woodstock, Monterrey, Inter-Rail, Hippie-Trail, Twiggy, Mary Quant, Summerhill, Robert Crumb, Hyde-Park, Lales Pudding-Shop, Summer of Love, Apple Boutique, Merseybeat, Maxwell Smart, Fury, Courreges, St. Tropez, Pucchini, Charles Wilp, Playboy, Brigitte Bardot, Magical Mystery Tour,  Marquee Club, Fillmore, Radio Caroline, Chelsea Hotel, Veruschka, Marsha Hunt, Angela Davis, Pop art, Sit-in, Happening, Flowerpower, Garage Rock, Psychedelic Rock, Folk, Martin Luther King, Malcolm X, Abbie Hoffman, Gloria Steinem, The Avengers, Ingmar Bergman, Nouvelle Vague, New Hollywood, Hair, Goa, Mao, 77 Sunset Strip, Mr. Ed, VW Beetle /Bully, R4, 2 CV, Fiat 500, u.v.a.

Musik

Bob Dylan, Crosby, Stills, Nash & Young, Scott McKenzie, Them, Hollies, Beatles, Doors, Rolling Stones, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Jethro Tull, Kinks, Who, Small Faces, Traffic, Beach Boys, Jefferson Airplane, Mamas & Papas, Ten Years After, Velvet Underground, Canned Heat, Eric Burdon & Animals, David Bowie, Joe Cocker, Walker Brothers, Byrds, Otis Redding, Aretha Franklin, Lovin Spoonful, Grateful Dead, Cream, Spencer Davis Group, Chicago, Donovan, Blind Faith, Simon & Garfunkel,  Melanie, Pink Floyd, MC5, Yardbirds, Monkees, Sonny & Cher, John Mayall, Alexis Korner, Leonard Cohen, James Brown, Creedence Clearwater Revival, Marvin Gaye, Led Zeppelin, Santana, Elvis Presley, Creation, Easybeats, Nice, Wilson Pikett, Manfred Mann, Fleetwood Mac, Herd, Bee Gees, Deep Purple, Richie Havens, Sly&The Family Stone, Joan Baez, Johnny Winter, Zombies, Herman Hermits, Box Tops, Roy Orbison, Move, Steppenwolf, Lee Hazlewood, Long John Baldry, Muddy Waters, Bo Diddley, John Lee Hooker, Howlin Wolf  u.v.a.

Tribute to Johnny Winter           by artplusdesign

This music is about what’s happening now. If you listen to the lyrics, to the rhythm and the music, then you’ll know whats going on in the culture.”
(Michael Lang, Mitveranstalter von “Woodstock”, 1969)
                                   „Peace, Music, Ecology, Liberty, Community, Democracy, Alternatives, Knowledge, Altruism.“

Portrait A. Rimbaud by artplusdesign

Literatur

Hesse, Burroughs, Satre, Salinger, Hemingway, Beauvoir, Kerouac, Rimbaud, Sagan, Thompson, Steinbeck, Capote, Ginsberg, Mailer, Wolfe u.v.a.

Berlin 1977 ROLLING STONE Magazin Oktober 2017_Cailloux S-1

Berlin 1977 ROLLING STONE Magazin Oktober 2017_Cailloux S-2

Berlin 1977 ROLLING STONE Magazin Oktober 2017 Cailloux S-3

Berlin 1977 ROLLING STONE Magazin Oktober 2017,
mit freundlicher Genehmigung der ROLLING STONE Redaktion
 

Ergänzend einige weitere interessante „Hotspots“ aus den 70/80 iger Jahren in Berlin:
Morgenrot, Paris Bar, Schwarzes Café, Slainte, O-Bar, Jodelkeller, Chaos, Kuckuck, Nulpe, Meisengeige, Café M., Delirium, Leydicke, Yorkschlösschen, Max & Moritz, Galerie am Moritzplatz, Risiko, Leuchtturm, Roxy, Tarantel, Galerie Endart, Exil, Leierkasten, Harlekin, Kumpelnest, Rote Harfe, Anderes Ufer, S036,  Drugstore, Chaos, Tolstefanz, Ex'n'Pop, MusicHall, Polkwitz, Tempodrom, Kant Kino, Café Bleibtreu, Athener Grill,  Estaminet, Rauch-Haus, Quasimodo, Quartier Latin, Sound, Cheetah, Slumberland.

http://www.echo-online.de         Leben und Wissen                                                                                                                    17.06.2017

Das „Monterey Pop Festival“ 1967, der „Summer of Love“ und die Hippie-Kultur

das-monterey-pop-festival-1967 Plakat: Tom Wilke www echo-online de Drei Tage im Juni schreiben Geschichte. Plakat: Tom Wilke

Von Frank Schmidt-Wyk

Auf einem beschwingt-verträumten Gitarrenriff schwebt eine mehrstimmige Gesangszeile ein: „Here they come…“ – schon sind wir mittendrin im „Monterey Pop Festival“, im Eröffnungssong „Enter The Young“ der musikhistorisch sonst nicht weiter bedeutsamen kalifornischen Sunshine-Pop-Band „The Association“. Dreißig weitere Künstler werden an diesem 16. Juni 1967 und den zwei folgenden Tagen in der Küstenkleinstadt, knapp 200 Kilometer südlich von San Francisco, auf der Bühne stehen und Geschichte schreiben: Das Spektakel gilt heute als musikalischer Höhepunkt des „Summer Of Love“ und als erstes großes Rockfestival überhaupt – die Blaupause für alle späteren Open-Air-Massenzeremonien, von Woodstock 1969 bis Wacken 2017.

Aber Achtung – schon an diesem Punkt mischen sich Wahrheit und Legende. Denn Monterey ist nicht das erste Festival seiner Art. Genau eine Woche zuvor stehen in einem Nationalpark nördlich von San Francisco beim „KFRC Fantasy Fair and Magic Mountain Festival“ 33 Bands auf der Bühne, darunter Jefferson Airplane, The Byrds, Canned Heat und die Steve Miller Band, die auch zum Line-Up in Monterey gehören. Im Unterschied zum berühmten Nachfolger wird das Magic Mountain Festival allerdings nicht von einem professionellen Kamerateam begleitet, hat außerdem fast ausschließlich kalifornische Künstler aufzubieten – und gerät wohl deshalb schnell in Vergessenheit. Zu Unrecht, denn zum ersten Mal wagt sich hier eine vielversprechende Newcomerband aus Los Angeles vor ein größeres Publikum – ihr Name: The Doors.

Flower Power statt Black Power

Der Sommer der Liebe in San Francisco ist im Juni 1967 schon fast wieder vorbei. Er begann als Happening mitten im Winter. Mehr als 20 000 Menschen bevölkern beim Human Be-In am 14. Januar 1967 den Golden Gate Park, spielen, musizieren, singen, tanzen, malen. Auf der Bühne verkündet Drogenguru Timothy Leary sein unübersetzbares Hippie-Mantra: „Turn in, tune in, drop out.“ Die passende Musik steuern die Hausbands der Haight-Ashbury-Szene bei: Grateful Dead, Jefferson Airplane, Quicksilver Messenger Service und Big Brother & The Holding Company mit ihrer noch unbekannten Frontfrau Janis Joplin.

Haight-Ashbury: Seit Mitte der sechziger Jahre wächst in dem Viertel gleich östlich des Golden Gate Parks rund um die Kreuzung von Haight Street und Ashbury Street eine Subkultur, die mit Kunst, Mode, Musik und Drogen experimentiert, während sich der Rest von Amerika politisch auflädt. Im Oktober 1966 wird die Black Panther Party gegründet, die Bürgerrechtsbewegung um Martin Luther King schart immer mehr Anhänger um sich, an den Universitäten gärt es, Studenten protestieren gegen den Vietnamkrieg. Die Szene in San Francisco propagiert stattdessen Flower Power, zelebriert Love & Peace und erweitert ihr Bewusstsein mit LSD und Marihuana. Jerry Garcia, Sänger der Grateful Dead, formuliert es so: „Uns geht es um einen friedlichen Planeten. Um nichts anderes. Es hat nichts mit Macht oder ähnlichen Kämpfen zu tun. Auch nichts mit Revolution oder Krieg. Wir wollen einfach nur ein freies, ein einfaches, ein gutes Leben haben. Und wir wollen die menschliche Rasse ein Stück voranbringen.“

Früh zeigen sich im vermeintlichen Hippie-Idyll allerdings auch Verfallserscheinungen: Im Frühjahr karren Busse die ersten Touristen durchs Viertel.

Während sie von bürgerlichen Amerikanern als exotische Attraktion bestaunt werden, ecken die Hippies mit ihrem Ausklinken aus der Realität bei politisch engagierten Aktivisten an. „Das Verhalten der Hippies empfanden wir als Rückzug von der von uns gewollten Revolution, nur um eines egoistischen Genusses willen“, erinnert sich später der Filmemacher Tom Luddy, in den Sechzigern Student in Berkeley. „Es gab Bezüge, aber nie eine tiefe Verbindung zwischen der politischen Linken und der Counterculture.“

Zu den Gemeinsamkeiten der Szenen zählt neben der Ablehnung gesellschaftlicher Konventionen sowie des Krieges auch die Liebe zur selben Musik. Und so finden sich am 16. Juni nicht nur Hippies auf den Monterey County Fairgrounds ein. Die Idee zu dem Festival hatte der Amateurfotograf Alan Pariser schon 1966, lange bevor John Philips, Bandleader von The Mamas & The Papas, und ihr Produzent Lou Adler die Veranstaltung an sich reißen. In das Organisationskomitee berufen die beiden einflussreiche Freunde und populäre Musiker, darunter Donovan, Mick Jagger, Paul McCartney und Beach Boy Brian Wilson, die aber selbst nicht auftreten. Nicht die etablierte Prominenz lässt das Festival zu einem denkwürdigen Ereignis werden, sondern Newcomer: Die Bühne in Monterey wird zum Startpunkt einiger Weltkarrieren.

Pete Townshend und Jimi Hendrix geraten in Ekstase

The Who und Jimi Hendrix, damals zwar Abräumer in England, in den USA jedoch bestenfalls Geheimtipps, überbieten sich mit ekstatischen, direkt aufeinander folgenden Auftritten. Im Finale von „My Generation“ schwingt Who-Gitarrist Pete Townshend sein Instrument wie eine Axt, zertrümmert es schließlich auf dem Bühnenboden. Hendrix setzt noch einen drauf, steckt, in eindeutig sexueller Pose knieend, genüsslich seine Gitarre in Brand. So etwas hatte in Amerika noch niemand gesehen. Auf subtilere Art, mit der Gelassenheit eines Buddhas, fesselt Sitar-Virtuose Ravi Shankar das Publikum. Schon Beatle George Harrison hatte sich vom Zirpen der indischen Langhalslaute hypnotisieren lassen – wie auf dem zwei Wochen zuvor in den USA erschienenen Album „Sgt. Pepper’s“ zu hören ist. Soulman Otis Redding tritt in Monterey erstmals vor ein weißes, amerikanisches Pop-Publikum und beschert der schwarzen Musik mit seiner intensiven Show einen enormen Schub. Auch die Haight-Bands trumpfen auf, allen voran Janis Joplin: Ihre hochenergetische Performance mit Big Brother zündet ihren steilen Aufstieg zum ersten weiblichen Rockstar überhaupt.

Die drei Tage von Monterey sind der Moment, in dem die Musik der Gegenkultur, der Sound von San Francisco, im Mainstream und in der Professionalität ankommt. Dort, wohin der vorher nahezu unbekannte Sänger Scott McKenzie mit dem von John Philips geschriebenen Instant-Hit „San Francisco (Be Sure To Wear Flowers in Your Hair)“ schon im Mai 1967 durchgestartet war. Mit McKenzie und The Mamas & The Papas klingt das Festival dann auch aus.

Knapp vier Monate später tragen die „Diggers“, die anarchistischen Straßenkünstler von Ashbury-Haight, die Hippie-Kultur in einem letzten Happening feierlich zu Grabe. Das im Herbst 1967 in San Francisco gegründete Magazin „Rolling Stone“ zieht in seiner ersten Nummer ein ernüchterndes Resümee: „Worte sind zu Labels geworden, Ideale zu Slogans und Kunst zu Werbung.“

http://www.echo-online.de/vermischtes/leben-und-wissen/das-monterey-pop-festival-1967-der-summer-of-love-und-die-hippie-kultur_17970141.htm    mit freundlicher Genehmigung des Echo Online

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Die ArtGeneration ist aufgewachsen in einer langen Friedenszeit und einer Wohlstandsperiode, und sie wurde vor allem geprägt durch:

• Jugendkultur
• autonomes Denken
• Kulturkonsum (Musik, Literatur)
• alternative Lebensformen
• neue Rollenbilder, weiblich/ männlich
• andere Kleidung
• Enttabuisierung der Sexualität
• Emanzipationsideale
• Friedensbewegung und
• Atomkraftwerk-Gegnerschaft.

Die ArtGeneration erwartet, dass sie ihr Alter selbst gestalten kann. Eine gesunde, lange nachberufliche Phase und eine relativ gute materielle Absicherung tragen zu dieser Erwartung bei. Ein besonders hoher Bildungsstand ist für die günstige materielle Situation verantwortlich. Aber auch Erbschaften spielen eine erhebliche Rolle.

Merkmale der ArtGeneration

Drei Merkmale charakterisieren die ArtGeneration besonders:
1.  Sie haben sich mehrfach im Leben neu erfinden müssen, kennen keine Kontinuität, eher Brüche in ihrer Biographie
2.  Sie neigen zu atypischen Verhaltensweisen angesichts typischer Rollenklischees der traditionellen Altersgeneration.
3.  Ihre Selbstdefinition erfolgt über eigene Erfahrungen, nicht über vermittelte Leitbilder oder Weltanschauungen.

Bei der traditionellen Altersgeneration stehen im Vordergrund:
• Arbeitsethos
• Autoritätsrespekt
• Loyalität
• Pflichtbewusstsein
• Sparsamkeit oder
• die klassische Familiensituation.

Die ArtGeneration hat den Wunsch:
• nach Veränderungen
• neue Erfahrungen zu machen
• neue Produkte auszuprobieren und
• nach einer neuen Spiritualität
• Sie orientieren sich nicht an überkommenen Rollen- oder   Familienbildern.

Die ArtGeneration hat den Wunsch
• nach Veränderungen
• neue Erfahrungen zu machen
• neue Produkte auszuprobieren und
• nach einer neuen Spiritualität
• Sie orientieren sich nicht an überkommenen Rollen- oder Familienbildern.

Ihr gesellschaftliches Normenprogramm lautet:
„Alt, innovativ und produktiv!“.
 

Opa und Oma in den frühen 70er Jahren

 ”Opa und Oma“ in den frühen 70er Jahren

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